Das bin ich
„Ich werde mich nicht verstecken, oder gar schämen oder schuldig fühlen, weil ich die Geliebte eines verheirateten Mannes war“
Mein Name ist Sandra Recktenwald, ich bin 1976 in Deutschland geboren und alleinerziehende Mutter von zwei wunderbaren heranwachsenden Männern geboren 2009 und 2013. Seit 2004 lebe ich in Österreich und seit mehr als 12 Jahren in einem Cohousing Projekt.
Ich begleite Menschen, die sich in der Rolle als Affärenpartner:in wiederfinden oder wiedergefunden haben – und die verstehen möchten, welche inneren Prägungen und Muster sie in diese Beziehungssituation geführt haben, um daraus neue Klarheit, andere Beziehungen und eine stimmige Zukunftsperspektive zu entwickeln.
Meine berufliche Entwicklung führte mich über verschiedene Ansätze der Körpertherapie in die körperorientierte Prozessbegleitung sowie in die Trauma sensible Arbeit mit frühen prägenden Erfahrungen und deren Integration.
Heute fließen über 28 Jahre Erfahrung in Therapie, Führung, Lehre und Prozessbegleitung in meine Arbeit mit Menschen ein, die sich in persönlichen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen befinden.
Die Begleitung vieler Menschen und meine persönlichen Erfahrungen haben mir ein tiefes Verständnis dafür gegeben, wie fein und komplex und auf wie vielen Ebenen Beziehungs- und Bindungsmuster wirken. Sie entstehen selten bewusst, sondern oft aus früheren Erfahrungen, Prägungen und inneren Schutzmechanismen, die zunächst nicht einzuordnen sind.
Auch meine eigenen Erfahrungen mit unterschiedlichen Lebens- und Beziehungsformen, Trennungen und dem Leben in einer Patchworkfamilie fließen in meine Arbeit ein. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie vielschichtig, herausfordernd und gleichzeitig entwicklungsreich Beziehung sein kann.
Das gesellschaftlich so negierte Thema "Affäre" oder zusätzliche Liebesbeziehung ist mir nicht nur beruflich vertraut, sondern auch aus eigener Erfahrung.
Vor nicht allzu langer Zeit war ich selbst für fast ein Jahr in einer solchen Beziehungsdynamik – mit all ihren widersprüchlichen Gefühlen, ihrer Intensität, ihren Sehnsüchten und inneren Konflikten.
Dadurch ist mir ein Aspekt besonders wichtig geworden: die dritte Person in dieser Konstellation sichtbar zu machen, zu hören und Raum für ihre Gefühle zu geben.
Besonders diese Person erlebt, fühlt und trägt diese Dynamik mit. Sie hat häufig keinen Raum, in dem sie sich wirklich gesehen, gehört oder verstanden fühlt – und keine Beziehung, die sie „retten“, auf die sie sich fokussieren kann oder überhaupt Menschen mit denen sie darüber reden kann, um wieder in Stabilität zu kommen. Genau hier möchte ich ansetzen. Ich will für diese Menschen da sein, ihnen zuhören, sie in ihren Gefühlen und Prozessen begleiten und mit ihnen eine Perspektive und eine Zukunft finden.
In meiner Zeit als Affäre oder zusätzliche Liebesbeziehung war ich selbst auf der Suche nach Begleitung und Unterstützung.
Ich fand kaum etwas, das sich wirklich passend anfühlte. Oft wurde Trennung in Kombination mit Kontaktabbruch als einzige Lösung dargestellt. Ich habe mich gefragt: Ist das immer der einzige Weg? Gibt es auch andere Formen des Umgangs, die weniger verletzend sind? Was braucht jede:r in dieser Situation wirklich? Gilt es neben dem Schaffen von Klarheit und dem Erkennen und Benennen und sichtbar machen der Komplexität mit all ihren Herausforderungen nicht auch, das Erlebte zu würdigen und die wichtigen Erfahrungen und letztendlich auch die Geschenke, die diese Beziehung mit sich gebracht hat, zu erkennen und anzunehmen?
Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt, wie es möglich sein kann, in Verbindung mit dem zu bleiben, was es aus dieser Zeit zu lernen und zu erfahren gibt, und wie wichtig es ist, eine Form der Verbindung zu finden, die nicht zusätzlich verletzt oder Gefühle der Entwertung verstärkt.
Aus meiner Sicht ist es wichtig und ein Geschenk, alle Erfahrungen – die schönen wie die schwierigen – mit allem, was ist, anzuerkennen und zu integrieren: in uns, in unser Leben und in all unsere Beziehungen.
Aus meiner Sicht braucht es hier keine allgemeinen Antworten, sondern sehr individuelle Wege. Wege, die der einzigartigen Situation entsprechen.
Meine Begleitung
In meiner Begleitung entsteht ein geschützter Raum, in dem nichts bewertet wird. Alles darf da sein – Gedanken, Gefühle, Unsicherheiten und Fragen.
Gemeinsam schauen wir behutsam auf das, was dich in diese Beziehung geführt hat und was dich innerlich darin hält.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht das schnelle Verändern, sondern das ruhige Kennenlernen und Verstehen deiner eigenen inneren Prozesse. Mit der Zeit kann dadurch mehr Klarheit entstehen – über dich selbst, deine Muster und deine Bedürfnisse.
Ich begegne dir mit Respekt, Ruhe und echter Präsenz.
Du musst nichts erklären oder rechtfertigen. Alles darf in deinem Tempo sichtbar werden.
Ich freue mich sehr darauf, dich kennenzulernen und deine Geschichte zu hören. Gemeinsam können wir überlegen, wie wir sie in etwas verwandeln können, auf das du mit Stolz, Würde und Dankbarkeit zurückblicken kannst.