Dankbarkeit
Vielleicht klingt es im ersten Moment komisch: Ich bin mir selbst dankbar, für mein Vertrauen, dass das Leben für uns ist – auch dann, wenn es uns herausfordert. Danke, dass ich Krisen nicht als Ende sehe, sondern als Einladung: zu wachsen, mich neu zu entdecken und Stück für Stück wieder zu mir selbst zurückzufinden.
Danke, dass ich wachse, dass ich werde, ich mich daran erinnere, wer ich wirklich bin.
Danke für meine Fähigkeit zu zerfallen. Danke an meine Kraft, wieder aufzustehen und mich neu zu erschaffen – wie ein Phönix aus der Asche.
Danke für meinen Mut, denn dort, wo meine größten Ängste liegen, warten auch meine größten verborgenen Schätze. Ich habe mich entschieden, genau dorthin zu gehen – mutig, ehrlich und mit offenem Herzen, als Schatzfinderin.
Ich bin nicht nur Licht. Ich bin auch Schatten. Und genau darin liegt meine Ganzheit.
Mit allem, was ich bin, begegne ich dem Leben – und begleite auch andere dabei, ihren eigenen Weg in ihrem Licht, durch Dunkelheit und Wachstum hin zu sich selbst zu finden.
Danke an all die Menschen, die mir meine Entwicklungen ermöglicht haben und ermöglichen, an die, die sie miterlebt und begleitet haben, an die, die mir den Halt und den sicheren Raum bieten, damit all das geschehen kann. Danke an die, die mich mit allem, was ich bin, bedingungslos lieben, wertfrei und urteilsfrei, mit offenen Herzen, offenen Ohren und offenen Armen. Danke, dass ihr da seid und mich spiegelt, mich nicht verschont mit dem was ihr denkt und fühlt und mich ermutigt meinen Weg zu gehen.
Mein besonderer Dank gilt meinen Freundinnen Julia, Annette und Melanie sowie den wunderbaren einzigartigen Frauen in meinem Frauenkreis und in meinem weiteren Umfeld.
Danke an meine Freunde Marc, Dominik und Christian, danke für eure Sorgen, euer „Pass auf dich auf” und eure Zweifel. Danke, dass ihr trotzdem zu mir gestanden seid und steht. Danke, dass ihr mir von Herzen gewünscht habt, dass diese Beziehung für mich gut ausgeht.
Danke an dich, Maik. Du hast schon vor vielen Jahren mit mir über die Liebe philosophiert und geforscht. Von dir habe ich mich zum ersten Mal verstanden gefühlt, als ich nicht begreifen konnte, warum wir Menschen uns, wenn es um Liebe, Verbundenheit und Beziehung geht, so begrenzen und beengen und diese Kraft und Energie nicht nutzen um Größeres zu bewegen. Ohne die Zeit mit dir damals hätte ich nicht das Wissen, den Mut und diese Offenheit für all die Möglichkeiten, die uns Liebe, Verbindungen und Beziehungen bieten, und die Vielfalt wie sie gelebt werden können, entwickelt.
„...und alles was zählt ist das, was wir sind und sein wollen, nicht das, was uns fehlt...“
Ganz besonders möchte ich mich mit meinem ganzen Sein bei dem Mann bedanken, mit dem ich mich trotz aller Umstände und allem Wissen, was geschehen kann, gemeinsam und mit vollem Bewusstsein sowie bestmöglicher Reflektiertheit auf diese unbeschreiblich intensive und schöne Reise eingelassen habe. Ohne dich wäre ich heute nicht die, die ich bin. Danke. Auch dieses Thema sowie der Wunsch, ein Begleitungsangebot für Menschen in dieser Position der dritten Person zu entwickeln, wären nicht entstanden. Danke, dass du der Mann warst, mit dem ich diese "Affäre" in Würde und Ehre, bzw. unsere Liebesbeziehung leben und erleben durfte. Danke, dass du mir in all der Unsicherheit immer wieder Halt und Sicherheit gegeben hast und ich mich verbunden, geliebt, begehrt, gesehen, gehört, wertvoll und wichtig fühlen konnte. Danke, dass ich gemeinsam mit dir an dieser Beziehung und all ihren Höhen und Tiefen wachsen durfte. Danke für jeden Moment mir dir, alle werden unvergesslich bleiben. Unvergesslich ist mir auch, wie viele Möglichkeiten wir Menschen haben und wie wenige wir davon im Alltag nutzen. Das Leben könnte so viel abwechslungsreicher und lebendiger sein. Es war sehr schön, dass mit dir erleben und entwickeln zu dürfen.
Ganz besonders danke ich dir auch für die sehr sinnliche, lustvolle, begehrende und lebendige Nähe und Intimität. Es war mir das aller größte Vergnügen und eine Ehre, sie und mich so zum ersten Mal auf diese Art und Weise und mit dir zu erleben. Es war so wie ich es mir immer gewünscht, erträumt, erhofft, ersehnt und doch noch nie zuvor erlebt habe.
Danke auch für deinen Mut, unsere Beziehung zu beenden, um dich auf die Reise in die Beziehung zu und mit deiner Frau zu entscheiden, auch wenn es das war, wovor ich mich am meisten gefürchtet habe und was für mich mit tiefem Schmerz verbunden ist.
Ich kann ganz ehrlich sagen: Ich bereue nichts und die Zeit war neben den vielen heilsamen Erfahrungen auch jede Träne wert.
Danke auch an deine Frau. Auch wenn es sicher nicht ihre Absicht war, hat sie auf ihre Weise dazu beigetragen, dass wir uns begegnen konnten und eine Zeit miteinander hatten, in der vieles echt und unverstellt war. Ich habe den Eindruck, dass sie versucht hat, sich ehrlich mit der Situation auseinanderzusetzen, für sich Klarheit zu finden und diese auch zu leben. Und dass sie ihren Weg gegangen ist und bei dir geblieben ist, verdient ebenfalls Respekt.
„So ist die Welt gemacht – es gibt kein Happy End – es gibt nur den Moment – und der leuchtet dir den Weg – für die Sekunde, die er brennt“ (Max Prosa).
DANKE für die vielen Sekunden!